Heizung: Fit für den Winter
- Heizungswartung durchführen lassen: Idealerweise im Sommer/Herbst. Brenner, Wärmetauscher und Abgas prüfen – die wichtigste Einzelmaßnahme.
- Heizkörper entlüften: Alle Heizkörper durchgehen, Entlüftungsventil öffnen bis Wasser kommt. Anschließend Wasserdruck prüfen (1,2–1,8 bar).
- Thermostate prüfen: Funktionieren alle Thermostate? Batterien bei Funk-Thermostaten prüfen/wechseln.
- Heizung auf Winterbetrieb umstellen: Sommerbetrieb (nur Warmwasser) auf Heizbetrieb umschalten. Zeitprogramm und Soll-Temperatur prüfen.
- Brennstoff-Vorrat prüfen: Bei Öl- oder Pelletheizung: ausreichend Vorrat für den Winter?
Rohre & Wasserleitungen: Frostschutz
- Außenwasserhahn abstellen und entleeren: Absperrhahn im Keller schließen, dann den Außenhahn öffnen, damit Restwasser abfließt. Wichtigste Maßnahme gegen Frostschäden!
- Freiliegende Rohre dämmen: Ungedämmte Leitungen in Kellern, Garagen und an Außenwänden mit Rohrdämmung (2–5 €/m) isolieren.
- Kellerfenster schließen: Offene oder schlecht schließende Kellerfenster lassen Frost an Leitungen. Fenster prüfen und ggf. abdichten.
- Gartenschlauch entleeren und einlagern: Wasser im Schlauch kann gefrieren und den Schlauch (und den Außenhahn) beschädigen.
- Frostschutz-Modus aktivieren: Wenn das Haus im Winter längere Zeit unbewohnt ist: Heizung auf Frostschutz (Schneeflocke ❄) stellen – nie ganz ausschalten!
Lüftung & Gebäude: Wintervorbereitung
- Lüftungsanlage (KWL) warten: Filter prüfen/wechseln, Wärmetauscher kontrollieren.
- Fenster-Dichtungen prüfen: Poröse oder defekte Dichtungen lassen kalte Zugluft herein und erhöhen die Heizkosten. Test: Blatt Papier einklemmen – lässt es sich herausziehen, ist die Dichtung zu schwach.
- Dachrinnen reinigen: Laub und Schmutz entfernen, damit Regenwasser/Schmelzwasser ablaufen kann. Verstopfte Rinnen können bei Frost beschädigt werden.
- Rolläden und Jalousien prüfen: Funktionieren alle Rolläden? Defekte Rolläden können bei Frost festfrieren.
- Rauchmelder testen: Im Winter steigt die Brandgefahr (Kerzen, Heizgeräte). Rauchmelder testen und Batterien prüfen.
Kompakt-Checkliste zum Abhaken
Drucken Sie diese Checkliste aus und haken Sie ab:
- ☐ Heizungswartung durchgeführt
- ☐ Heizkörper entlüftet
- ☐ Heizungsdruck geprüft (1,2–1,8 bar)
- ☐ Thermostate geprüft (Batterien!)
- ☐ Heizung auf Winterbetrieb umgestellt
- ☐ Außenwasserhahn abgestellt und entleert
- ☐ Freiliegende Rohre gedämmt
- ☐ Kellerfenster geschlossen
- ☐ Gartenschlauch eingelagert
- ☐ Fenster-Dichtungen geprüft
- ☐ Dachrinnen gereinigt
- ☐ Lüftungsfilter gewechselt
- ☐ Rauchmelder getestet
- ☐ Brennstoff-Vorrat geprüft
Häufige Fragen
Wann sollte ich mein Haus winterfest machen?
Idealerweise im Oktober, bevor der erste Frost kommt. Die Heizungswartung sollte schon im Sommer (Mai–September) erfolgen. Außenwasserhähne spätestens vor der ersten Frostnacht abstellen.
Was ist die wichtigste Wintermaßnahme?
Die zwei wichtigsten: 1. Außenwasserhahn abstellen und entleeren (verhindert Rohrbruch). 2. Heizungswartung (verhindert Heizungsausfall im tiefsten Winter). Beides kostet wenig, spart aber potenziell tausende Euro Folgekosten.
Was passiert, wenn ich die Heizung im Winter ganz ausschalte?
Risiko von Frostschäden! Leitungen können bei Temperaturen unter -5 °C einfrieren und platzen. Stellen Sie die Heizung mindestens auf Frostschutz-Modus (Symbol: ❄ auf dem Thermostat). Das hält die Räume auf ca. 5–7 °C.
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