Was ist eine Pelletheizung?
Eine Pelletheizung verbrennt kleine Presslinge aus Holzresten (Sägemehl, Holzspäne) – sogenannte Pellets. Sie gilt als CO₂-neutral, da bei der Verbrennung nur so viel CO₂ freigesetzt wird, wie der Baum zuvor gebunden hat.
Moderne Pelletkessel arbeiten vollautomatisch: Förder schnecke, automatische Zündung, Ascheaustragung – der Bedienkomfort ist vergleichbar mit einer Gas- oder Ölheizung.
Vorteile der Pelletheizung
- CO₂-neutraler Betrieb – nachwachsender Rohstoff Holz
- Hohe Förderung – bis zu 70 % über BAFA
- Bewährte Technologie – über 20 Jahre Marktpräsenz
- Unabhängig von Strom- und Gaspreisschwankungen
- Gute Altbau-Eignung – hohe Vorlauftemperaturen problemlos möglich
- Bestehender Lagerraum nutzbar – ehemaliger Öltankraum ideal für Pelletlager
Nachteile der Pelletheizung
- Hoher Platzbedarf – Pelletlager (ca. 4–6 m²) + Heizraum erforderlich
- Regelmäßige Ascheentsorgung – alle 2–4 Wochen bei modernen Kesseln
- Pelletpreis-Schwankungen – Preise können saisonbedingt stark variieren
- Feinstaub-Emissionen – höher als bei Wärmepumpen (Filter empfohlen)
- Lieferlogistik – regelmäßige Pellet-Lieferungen per Silo-Lkw nötig
Kosten im Detail
Anschaffung: Pelletkessel inkl. Installation: 20.000–30.000 € brutto
Pelletlager: Einbau eines Gewebesilo: 1.500–3.000 € zusätzlich
Nach Förderung (70 %): ab ca. 6.000–9.000 € netto
Betriebskosten: Ca. 900–1.500 €/Jahr für ein Einfamilienhaus (abhängig vom Pelletpreis)
Häufige Fragen
Was kosten Holzpellets pro Tonne?
Der Pelletpreis liegt 2026 bei ca. 250–350 € pro Tonne. Ein Einfamilienhaus benötigt ca. 3–5 Tonnen pro Jahr, also ca. 750–1.750 € Brennstoffkosten.
Wie groß muss das Pelletlager sein?
Für ein Einfamilienhaus reicht ein Lagerraum von ca. 4–6 m² Grundfläche. Alternativ eignen sich Gewebesilos, die wenig Platz beanspruchen.
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